Suicidal Tendencies
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27.05.16
29.05.16
 

27.05.16

Zum zweiten mal Rockavaria im Gelände des Olympiazentrums in München. Da es für mich das erste Rockavaria ist, werde ich in meinem Mini-Bericht Vergleiche zum Vorjahr komplett weglassen (auch wenn ich natürlich viel mitbekommen habe was gut und schlecht war).

Dreh und Angelpunkt des Festivals ist die ziemlich riesige Doppelbühne im Olympiastation, dort spielen die "Haupt"acts abwechselnd und interessanterweise komplett ohne Umbaupause. Für den einen mag das blöd sein (Pinkelpause) aber ich persönlich finde das Konzept nach dem ersten Tag recht gut, für den Biernachschub (Gehobene Münchner Preise, was aber klar war) muss man auch nicht die Arena verlassen, da überall Bier/Longdrinkverkäufer herumlaufen.

Überraschenderweise gehörten Suicidal Tendencies nicht zu meinen Highlights am ersten Tag, die haben mich neben Powerwolf (für mich zu dick aufgetragene Show und Musik) und In Extremo am ehesten zum Verlassen des Stations gebracht. Apocalyptika fand ich schon besser welche nur noch von Nightwish ausgestochen wurden. Beide Bands kannte ich nur am Rande, haben aber mit hervorragender Bühnenshow (Pyro/Beamershow bei Nightwish) und wirklich gut gelaunten Musikern überzeugt. Ach ja von tuXedoo habe ich auch noch kurz ein Lied gesehen, das war auch ziemlich unterhaltsam (Alpencore?) und entspannend, was aber nicht am Metalcore der Österreicher lag, sondern an der wirklich schönen dritten Stage, der Seebühne.

28.05.16

Eigentlich passender zum Sonntag (Anthrax, Slayer, Maiden) haben Wodos ääähm Sodom zu meinem Einstieg am Samstag ziemlich eingeheizt, die Band um Tom Angelripper (ach wie war das großartig, Onkel Tom 2005 aufm First Attack in Deggendorf ….) haben die Bühne im Olympiastation zu dritt musikalisch und atmosphärisch mehr zerlegt als ein paar der „großen Bands" am Vortag.

Das der Samstag musikalisch ziemlich abwechslungsreich werden würde, zeigt auch, dass Garbage direkt nach Sodom loslegten. Ganz ehrlich, ich mochte Garbage schon immer und Shirley Manson war für mich schon immer eine der authentischsten Persönlichkeiten im Pop/Rock überhaupt. Der Gig war dann auch dementsprechend großartig, neben allen Hits überzeugte der Auftritt vor allem durch Shirelys Bühnenpresents und Ansagen, für mich das Highlight am Tag 2.

Eigentlich wollte ich mir nach Garbage dann endlich mal das restliche Gelände ansehen, da mich Gotthard nicht interessierten aber wie es so kommt, trifft man Bekannte und der Rundgang wird zum (angenehmen) Rumstehen.

Mando Diao, ja die kennt eigentlich jeder wenn man einen einen Hit vorspielt. Live war es dann ähnlich, über das komplette Konzert gab es immer wieder viele sehr geile Lieder, die allerdings durch unpassende Songs unterbrochen wurden. Ich will hier eigentlich auch weniger die Liveperformance von Mando Diao kritisieren sondern die Songauswahl und Songreihenfolge, das geht sicher besser als von Rock zu Pop zu Schnulze zu Punk und zurück.

Nach dem Musikclipfilm Gutterdämmerung (den muss ich mir nochmal in Ruhe für eine wirkliche Meinung ansehen) mit Band und u.a. Henry Rollins als „Sprecher" ist dann für Iggy Pop die Bühne klar gemacht worden. Hier schonmal vorab, für Iggy und Maiden gibt es spezielle Fotoverträge, welche nur ausgewählten Medien versprochen sind, daher keine Fotos
.

Tja was soll man zu Iggy Pop sagen, der Mann ist eine Legende und wischt mit seinen Auftritten immer noch ohne Probleme den Boden mit den meisten anderen Bands auf. Hit um Hit schlängelte sich seine großartige Live Performance zwei Stunden lang um das Publikum und nach dem Gig können viele Leute wohl endlich „Real wild child", „Lust for love" und „I wanna be your dog" dem richtigen Interpreten zuordnen

29.05.16

Was am Samstag mit Sodom angefangen hat wurde am Sonntag mit Anthrax, Slayer und Iron Maiden als – man will schon fast Metalorgasmus sagen – fortgeführt. Mit den brachialen Anthrax welche das schnellste Set am Sonntag hinlegten und den grandiosen, alles niederknüppelnden Slayer sind alle Trashmetaler voll auf Ihre Kosten gekommen. Unterbrochen wurde die Kombination Anthrax/Slayer nur kurz von Ghost, welche für mich einfach zu langsam für den Sonntag waren, hätten gerne den Slot mit Sodom tauschen können.

Sabaton hatte ich nach Ghost überhaupt nicht mehr so richtig auf den Schirm, musikalisch interessierten sie mich auch kaum (Powermetal) aber live macht die Band wirklich Spaß. Dass es dann auch noch in Strömen regnete, störte weder die fantastisch gelaunte Band, noch das ziemlich ausgelassene Publikum.

Zwecks des Regens und eine Unwetterwarnung hatte sich das komplette Programm an der Seebühne etwas nach hinten verschoben, für John Garcia (
Kyuss) welcher dann fast gleichzeitig zu Iron Maiden startete war das Zuschauertechnisch etwas unglücklich. Ich bin dann auch nicht bei Garcia geblieben und habe mich auf den Weg ins Station gemacht. Tja was soll man zu Iron Maiden sagen, die sind halt nicht nur eine Legende, sondern auch einfach die beste Metal Band aller Zeiten, kein geschriebener Text kann das transportieren was Maiden an Musik, Energie, Bühnenshow und Atmosphäre liefern, einfach überragend.

Final zum Rockavaria kann ich sagen das es meiner Meinung nach definitiv eine Bereicherung zu den gängigen großen Rockfestivals ist, auch wenn man nicht die typische Festivalatmosphäre mit Zelten, Party in der Nacht etc. genießen kann.

Powerwolf
Tuxeedo
Apocalyptica
In Extremo
Nightwish
28.05.16
Sodom
Garbage
Mando Diao
Anthrax
Ghost
Slayer
Sabaton
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